Ein Sport-Event wie die Hamburgiade lässt viel Platz für grosse und kleine Geschichten, Erlebnisse und Blickwinkel. Wir haben mit 6 Menschen Interviews geführt, um ihren Blickwinkel auf den Sport im Allgemeinen und die Hamburgiade im Speziellen einzufangen.

Weiter geht es mit Kerstin Donath, die als Zuschauerin an der Laufstrecke stand.

Sind Sie mehr so die Vollblutsportlerin oder die „Mit-dem-inneren-Schweinehund-Kämpferin“?

Ich bin bestimmt kein Extremsportler. Aber ich mache regelmäßig Sport – Fitness oder auch Kurse im Verein.

Was war Ihr größter sportlicher Erfolg?

Den gibt es tatsächlich nicht. Ich mache Sport, um mich gut zu fühlen und um in Form zu bleiben.

Welche Sportart der Hamburgiade liegt Ihnen am meisten?

Radfahren.

Es gibt ja heute auf der Hamburgiade ganz viele unterschiedliche Sportarten: Radsport, Kegeln, Schach, Handball, Triathlon, Casting. Was glauben Sie, in welcher Sportart wird am meisten gekämpft?

Ich glaube beim Triathlon findet man die größte Kampfsau. Das ist schon wahnsinnig viel Vorbereitung und es kostet mit Sicherheit enorme Kraft, diese drei Sportarten hintereinander abrufen zu können.

Warum waren Sie Zuschauerin auf der Hamburgiade?

Mein Mann ist sportbegeistert und wollte hier her. Und ich arbeite im Gesundheitsmanagement und wir haben demnächst auch eine große Veranstaltung. So konnte ich mich hier ein wenig umschauen und gucken, wie andere so eine Veranstaltung umsetzen.

Hamburg hat als Sportstadt in letzter Zeit ja einige Rückschläge hinnehmen müssen, Stichwort Olympia-Bewerbung, HSV Handball und kürzlich die Pleite der Freezers. Ist Hamburg in Ihren Augen immer noch eine attraktive Sportstadt?

Also von meiner privaten Wahrnehmung hat der Sport in der Stadt dadurch schon gelitten. Vielleicht kann die Stadt da an der ein oder anderen Stelle noch mehr machen. Aber letztendlich betrifft es „nur“ den Profisport.

Was kann man aus Niederlagen lernen?

Das ist doch wie im richtigen Leben. Man kann einfach nicht nur gewinnen und es gibt auch nicht nur glückliche Tage. Letztendlich muss man Niederlagen akzeptieren und seine Kräfte wieder mobilisieren.

Und warum fühlt sich gewinnen so toll an?

Meistens hat sich dann ein Einsatz richtig gelohnt. Schließlich macht keiner gerne etwas umsonst. Letztendlich ist es das Gefühl von stolz, was einen sehr glücklich macht.

Was war der beste Moment für Sie auf der Hamburgiade?

Ich fand die Bands super. Eben habe ich entdeckt, dass ein Bekannter von mir am Mischpult steht. Dem muss ich gleich mal noch zuwinken und Hallo sagen.

 

Das Interview führte Julia Kottkamp (www.juliakottkamp.de)
– freie Autorin und Kommunikationsberaterin –
vom Online Magazin www.40stunden.de